Illettrismus und neue Technologien

Begleitforschung

Der parallel zu den Entwicklungsarbeiten verlaufene Forschungsteil nutzte das in den Kursen aufgespannte Feld, indem er die Lernprozesse und die Einstellungshaltungen der erwachsenen TeilnehmerInnen untersuchte und die Ergebnisse u.a. auch als Orientierungshilfenfür Kursleitende aufbereitete.

Im Fokus standen folgende Fragen:


  • Wie und unter welchenUmständen gelingt das Schriftlernen im Kontext von INT?
  • Wie und unter welchen Voraussetzungen erleichtert der Einsatz von IKT-gestützten Elementen das Sprach- und Schriftlernen in der Nachholbildung?


Wichtige Ergebnisse der Begleitforschung
  • Am Kursende kann bezüglich Lesen ein deutlicher Lerngewinn nachgewiesen werden: Nach nur durchschnittlich 56 Lektionen, die alle Bereiche (Lesen, Schreiben und Computer) abdecken, lesen die Kursteilnehmenden deutlich schneller und auch sicherer. Hinzu kommt, dass sie sich vor allem beim Umgang mit dem Computer mehr zutrauen, teilweise auch im Bereich Schreiben.
  • Während sich Fremdsprachigkeit zu allen Zeitpunkten als hinderlich erweist, verliert der Bildungshintergrund im Verlauf des Kurses an Bedeutung; dagegen zeigen sich positive Schulerfahrungen im Verlauf des Kurses als sehr förderlich.
  • Auch ein halbes Jahr nach Kursende kann eine nochmalige Verbesserung der Lesekompetenzen nachgewiesen werden: Dies ist in Verbindung mit der häufigeren Nutzung des Computers – bei vielen Arbeiten am Computer sind auch Lesetätigkeiten involviert – und auch mit häufigeren Lese‑ und Schreibaktivitäten vor allem im Beruf zu sehen.